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19.07.2022

Ministerpräsident Winfried Kretschmann besucht STIHL


Von Startups als Innovationshebel über Transformation von Antriebstechnologien bis hin zur Standortsicherung der Wirtschaft mit bedarfsgerechter Infrastruktur – für Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann standen beim heutigen Besuch des Familienunternehmens STIHL eine Reihe von Themen auf dem Programm. Familie Stihl und Vorstandsmitglieder des Unternehmens empfingen den Ministerpräsidenten im STIHL Werk 2 in Waiblingen-Neustadt zu einem Rundgang durch das unternehmenseigene Entwicklungszentrum.

„Unternehmen wie STIHL sind hierzulande echte Motoren für Innovationen. STIHL wandelt sich erfolgreich vom klassischen Maschinenbauer hin zu einem digital vernetzten Softwareunternehmen. Das beeindruckt mich – und ist ein Zeichen dafür, dass unsere Unternehmen die Transformation erfolgreich anpacken“, so Ministerpräsident Kretschmann. „Wir wollen Unternehmen wie STIHL auch weiter stärken, um Baden-Württembergs international führende Rolle behaupten zu können.“

Dr. Nikolas Stihl, STIHL Beirats- und Aufsichtsratsvorsitzender, freute sich über den wertschätzenden Besuch von Ministerpräsident Kretschmann und stellte ein Produkt des Startups TinyMobileRobots aus Dänemark vor, an dem sich STIHL beteiligt hat: einen innovativen Roboter, der Sportfelder markieren kann – völlig autonom und GPS-gesteuert. „Themen wie Digitalisierung, Robotik, Sensorik und künstliche Intelligenz sind für STIHL ein großes Innovationsfeld, das viele Potentiale und Chancen bietet. Deshalb investieren wir und kooperieren mit interessanten Startups, die Ideen für neue Geschäftsmodelle bieten, um gemeinsam an neuen Technologien und Lösungen für die Welt von morgen zu arbeiten“, so Dr. Nikolas Stihl.

TRANSFORMATION DER ANTRIEBSTECHNOLOGIEN

Im Forschungszentrum informierte sich Kretschmann über die Entwicklungsarbeit von klimaneutralen Kraftstoffen. Entwicklungsvorständin Anke Kleinschmit präsentierte den neuen Kraftstoff MotoMix ECO, der zu 10 Prozent aus Rohstoffen regenerativer Quellen besteht, wie beispielsweise nicht essbaren Pflanzenteilen: „Verglichen mit dem klassischen 2-Takt Sonderkraftstoff STIHL MotoMix wird ein um mindestens 8 Prozent geringerer CO2-Ausstoß erzielt. So kann der ökologische Fußabdruck unserer STIHL Benzinprodukte über die gesamte Produkt-Lebensdauer verbessert und vergleichbarer gemacht werden mit dem Fußabdruck der hier grundsätzlich besser abschneidenden Akkuprodukte.“ Kleinschmit betont: „Wir arbeiten sowohl an der Erweiterung unseres Akkuportfolios als auch an der Optimierung unserer Produkte mit Verbrennungsmotor, da die heutigen Akkutechnologien noch nicht für alle Anwendungen geeignet sind. Im Wald oder in entlegenen Regionen fehlt beispielsweise schlicht die Ladeinfrastruktur. In besonders lärmsensiblen Bereichen entfalten die Akkuprodukte hingegen großes Potential, da diese deutlich leiser sind.“

In der Testkabine des Entwicklungszentrums hatte Kretschmann dann Gelegenheit, unter anderem die MS 500i, die weltweit erste Motorsäge mit elektronisch gesteuerter Einspritzung, sowie die MSA 300, die derzeit stärkste Akku-Motorsäge speziell für professionelle Arbeiten, selbst zu testen: „Es ist wirklich spannend zu sehen, wie viel Technologie und Know-how in Motorsägen steckt“, sagte Kretschmann im Anschluss.

SICHERUNG DES WIRTSCHAFTSSTANDORTS DURCH BEDARFSGERECHTE INFRASTRUKTUR

Gesellschafter Dr. Rüdiger Stihl stellte die Infrastrukturinitiative „Landschaftsmodell Nord-Ost-Ring“ vor, ein Zusammenschluss namhafter Unternehmen aus der Region, die sich für eine leistungsfähige Straßenverbindung zwischen Landkreis Ludwigsburg und Rems-Murr-Kreis einsetzen – als Tunnelvariante unter der Erde. „Dies bringt nicht nur die dringend notwendige verkehrliche Entlastung für den Nordosten Stuttgarts, sondern schützt gleichzeitig die letzten wertvollen zusammenhängenden Landschaftsflächen“, erklärt Dr. Rüdiger Stihl. „Damit die hohe Lebensqualität der Menschen erhalten und unsere Region zukunftsfähig gemacht werden kann, ist eine bedarfsgerechte und gut funktionierende Infrastruktur wichtige Voraussetzung für die Sicherung unseres starken Wirtschaftsstandorts Stuttgart.“

Quelle: STIHL